Die Nacht war leider nicht sehr lang. Wir sind schon um 5 Uhr in Richtung Flughafen gefahren, da man ja nie weiß, wie der Verkehr, oder wie orientiert der Taxifahrer ist. Wir waren im Endeffekt natürlich viel zu früh dort, aber da wir nach dem Hinweg nicht urteilen konnte wie lange die Stecke zum Flughafen wirklich dauert, dachten wir uns lieber 3 Stunden zu früh als 1 Minute zu spät. Dafür hatten wir ausreichend Zeit uns zu orientieren und zu frühstücken. Der Flughafen in Dubai ist im Bereich des Eincheckens nicht sehr übersichtlich, sodass es ein wenig gedauert hat bis wir am richtigen Schalter standen. Da wurde uns mitgeteilt, dass unserer eigentlich reserviert und auch bestätigten Sitzplätze wohl doch nicht bestätigt wurden und keine zwei Plätze nebeneinander mehr frei sind, wir also auseinander sitzen müssen. Nach einem mir ewig vorkommenden Fußmarsch durch den halben Flughafen, sind wir endlich an unserem Gate angekommen. Dort wurde mir gesagt, dass ich in die Buisness Class geupgradet wurde. Einerseits natürlich total cool, weil ich in solchen Losereien eigentlich eher zu den notorischen Pechvögeln gehöre und Business Class sicherlich nicht schlecht ist, andererseits es aber echt doof war, weil Franzi nicht geupgradet wurde und alleine in der Holzklasse fliegen musste. Wir haben beide mehr oder weniger die 6 Stunden Flug getrennt überlebt, auch wenn es blöd gelaufen ist. Ich hab mich ehrlich gesagt ein bisschen fehl am Platz gefühlt, da man extrem umsorgt wird und ich vorher noch nie in der Buisness geflogen bin. Trotzdem war es wirklich angenehm! In Bangkok kam der nächste "Hammer". Warum auch immer wurde mein Rucksack in Dubai nicht ins Flugzeug geladen und ist somit nicht wie planmäßig mit mir zusammen in Bangkok gelandet. Dafür, dass meine ganzen Sachen 6 Flugstunden entfernt irgendwo an einem riesigen Flughafen chillen, bin ich echt entspannt geblieben. Man konnte es ja so oder so nicht ändern, blöd war es trotzdem. Die Dame am Infoschalter erwies sich aber als sehr hilfsbereit und hat sich meine Daten geben lassen, damit mein Rucksack am nächsten Abend ins Hotel in Bangkok geliefert werden kann. Immerhin haben wir direkt ein Taxi bekommen, was uns sogar relativ schnell ins Hotel gefahren hat. In Bangkok war es schon bedeutend heißer als in Dubai. Mit langer dicker Leggings, schwarzem langen Shirt, Sweatshirtjacke, dickem Schal und all meinen Taschen bin ich erstmal wir Butter in der Sonne zerlaufen, obwohl es schon Abend war! Unser Hotel an sich war nicht unbedingt wunderschön aber da wir für ungefähr 6 Euro die Nacht dort residieren, war es mehr als ok. Vor allem die Lage, die Aircondition, die Möglichkeit das Zimmer zusätzlich noch mit einem Schloss abzuschließen und das eigene Bad haben es definitiv rausgerissen! Das Hotel lag wirklich direkt im Backpacker Viertel mit ganz vielen kleinen Marktständen mit Klamotten, Schmuck und frischem Obst, Restaurants, offenen Garküchen, Bars und Supermärkten. Außerdem lag die Khao San Road 5 Minuten zu Fuß entfernt, mit noch mehr Ständen! An diesem Abend sind wir nur noch kurz durch die Straßen vor unserem Welcome Inn gelaufen um uns ein bisschen mit der Umgebung vertraut zu machen und noch eine Kleinigkeit zu essen.
Donnerstag, der 26.02.15
Unser erster Tag in Bangkok begann ungefähr um 10 Uhr, wobei wir den Wecker eigentlich auf 9 gestellt hatten. Irgendwie bot es sich so an immer wieder auf die Schlummertaste zu drücken...das nenne ich mal sehr konsequent! Zum Frühstück haben wir uns einen Obstsalat an einem der Obststände für 30 Baht gekauft, was umgerechnet ungefähr 80 ct sind. Ich natürlich in schwarzen Leggins und schwarzem T-Shirt, ich hatte ja nichts anderes und in Franzis Hosen passe ich leider nicht rein, habe mich bei knapp 37 Grad natürlich totgeschwitzt! Es war wirklich unfassbar heiß!!! Wir sind erstmal etwas planlos durch die Straßen gelaufen bis uns ein vermeintlich netter und hilfsbereiter Thai auf der Karte zeigen wollte wo wir sind und was wir uns heute unbedingt anschauen müssen. Er in seinem hilfsbereiten Übereifer hat uns direkt ein TukTuk herbei gerufen und meinte wir sollen jetzt einsteigen und der Fahrer bringt uns für jeweils 50 Baht üüüberall hin. Wir komplett mit der bedrängenden Situation überfordert, versuchen den TukTuk-Fahrer abzuwimmeln und ihm klar zu machen, dass wir gerne laufen würden, was er nur mit einem "Only 100 Baht, only 100 Baht!" kommentierte. Er ließ auch nicht locker, wiederholte sein "Only 100 Baht"-Angebot noch einige male, bis wir irgendwann einfach "No, thank you, bye" gesagt und auf dem Absatz kehrt gemacht haben. Franzi wollte eh nochmal zurück ins Hotel um eine lange Hose und Strickjacke einzustecken, falls wir im Laufe des Tages einen Tempel besichtigen wollen. Nach genauerem analysieren des Stadtplans wurde uns auch klar wie zentral wir wohnen und das alles locker zu Fuß zu erreichen ist. Darauf hin haben wir uns erstmal die Khao San Road angeschaut, die uns mit ihrer Vielfalt umgehauen hat. Dicht an dicht standen unterschiedliche bunte Stände mit Schmuck, Taschen, Tüchern, frisch zubereiteten Speisen, Getränken und allerlei Kleidung. Kurz in Adjektiven zusammengefasst: bunt, voll, laut, stickig, anders, individuell, interessant.
Am Ende der Khao San Road wurden wir mal wieder von gefühlt tausend TukTuk-Fahrern belagert, die uns alle für die unterschiedlichsten Preise durch Bangkok fahren wollten. Schließlich haben wir mit einem Thai geredet, der uns noch am sympathischsten vorkam und uns eine Fahrt für 10 Baht pro Person angeboten hat. Da wir nicht unbedingt zu dem großen stehenden Buddha laufen wollten und 10 Baht ungefähr 30 ct sind haben wir das Angebot angenommen und in das Gefährt gehopst. Der TukTuk-Fahrer hatte es wirklich eilig, wir sind nämlich in einem Tempo gerast bei dem ich schon langsam Angst bekommen habe, ob der Motor überhaupt für solche Geschwindigkeiten ausgelegt ist. Trotzdem war die Fahrt echt cool und ich bin der Meinung, dass man auf jeden Fall einmal TukTuk fahren sollte wenn man in Bangkok ist. Die große Buddhastatue stand auf einer Tempelanlage die wir uns angeschaut haben. Danach wollte uns unser TukTuk-Mensch zu dem "Tourist Center" fahren. Als wir nun dort angekommen waren und ausstiegen wollte er auf einmal 200 Baht für die Fahrt. Ich war kurzzeitig geschockt, hab ihm aber die abgemachten 10 Baht in die Hand gedrückt. Nachdem er ein bisschen beleidigt davon gefahren war sind wir in das Center gegangen. Wir wurden wirklich ungewöhnlich und verdächtig herzlich empfangen. Dieses "Center" bestand aus einem unordentlichen und unübersichtlichen Raum. Das Ganze kam mir schon von Anfang an merkwürdig vor und nachdem wir eigentlich nur ein paar Fragen beantwortet haben wollten und der Mann uns aber diverse Touren andrehen wollte, haben wir uns für die Antworten bedankt und meinten wir überlegen uns das nochmal. Er gab uns darauf hin ein unfreundliches und beleidigtes "ok bye" entgegen, schaute trotzig, wie ein Kind das keine Schokolade bekommt, in eine andere Richtung. Als wir nochmal genauer auf die Karte geschaut haben um zurück zur Khao San Road zu kommen, ist uns aufgefallen, dass das definitiv nicht das Touristencenter war, das auf der Karte eingezeichnet war. So dreist die ahnungslosen Touristen irgendwo hinzufahren, dafür Geld zu verlangen und dann auch noch eine Provision von den Läden zu kassieren (was wir erst später im Reiseführer gelesen haben), sie am besten noch dazu zu kriegen überteuerte Touren zu buchen, die vielleicht am Ende nicht mal stattgefunden hätten. Wir sind darauf hin los und haben das wirkliche Center gesucht. Nach einer Weile und einem relativ langen Fußmarsch in der Hitze sind wir dort angekommen und mussten feststellen, dass es schon geschlossen hatte. Immerhin wussten wir, dass ein offizielles Touristencenter überhaupt existiert... Auf dem Heimweg wollten wir noch den Golden Mountain anschauen, der aber leider auch schon geschlossen hatte. Also sind wir Heim gelaufen, haben uns einen Crepe gekauft, der sehr lecker war und sind noch ein bisschen durch unser Viertel gelaufen. Zum Glück ist mein Rucksack am Abend angekommen, einen zweiten Tag mit langen Klamotten hätte ich nicht ausgehalten!

Am Ende der Khao San Road wurden wir mal wieder von gefühlt tausend TukTuk-Fahrern belagert, die uns alle für die unterschiedlichsten Preise durch Bangkok fahren wollten. Schließlich haben wir mit einem Thai geredet, der uns noch am sympathischsten vorkam und uns eine Fahrt für 10 Baht pro Person angeboten hat. Da wir nicht unbedingt zu dem großen stehenden Buddha laufen wollten und 10 Baht ungefähr 30 ct sind haben wir das Angebot angenommen und in das Gefährt gehopst. Der TukTuk-Fahrer hatte es wirklich eilig, wir sind nämlich in einem Tempo gerast bei dem ich schon langsam Angst bekommen habe, ob der Motor überhaupt für solche Geschwindigkeiten ausgelegt ist. Trotzdem war die Fahrt echt cool und ich bin der Meinung, dass man auf jeden Fall einmal TukTuk fahren sollte wenn man in Bangkok ist. Die große Buddhastatue stand auf einer Tempelanlage die wir uns angeschaut haben. Danach wollte uns unser TukTuk-Mensch zu dem "Tourist Center" fahren. Als wir nun dort angekommen waren und ausstiegen wollte er auf einmal 200 Baht für die Fahrt. Ich war kurzzeitig geschockt, hab ihm aber die abgemachten 10 Baht in die Hand gedrückt. Nachdem er ein bisschen beleidigt davon gefahren war sind wir in das Center gegangen. Wir wurden wirklich ungewöhnlich und verdächtig herzlich empfangen. Dieses "Center" bestand aus einem unordentlichen und unübersichtlichen Raum. Das Ganze kam mir schon von Anfang an merkwürdig vor und nachdem wir eigentlich nur ein paar Fragen beantwortet haben wollten und der Mann uns aber diverse Touren andrehen wollte, haben wir uns für die Antworten bedankt und meinten wir überlegen uns das nochmal. Er gab uns darauf hin ein unfreundliches und beleidigtes "ok bye" entgegen, schaute trotzig, wie ein Kind das keine Schokolade bekommt, in eine andere Richtung. Als wir nochmal genauer auf die Karte geschaut haben um zurück zur Khao San Road zu kommen, ist uns aufgefallen, dass das definitiv nicht das Touristencenter war, das auf der Karte eingezeichnet war. So dreist die ahnungslosen Touristen irgendwo hinzufahren, dafür Geld zu verlangen und dann auch noch eine Provision von den Läden zu kassieren (was wir erst später im Reiseführer gelesen haben), sie am besten noch dazu zu kriegen überteuerte Touren zu buchen, die vielleicht am Ende nicht mal stattgefunden hätten. Wir sind darauf hin los und haben das wirkliche Center gesucht. Nach einer Weile und einem relativ langen Fußmarsch in der Hitze sind wir dort angekommen und mussten feststellen, dass es schon geschlossen hatte. Immerhin wussten wir, dass ein offizielles Touristencenter überhaupt existiert... Auf dem Heimweg wollten wir noch den Golden Mountain anschauen, der aber leider auch schon geschlossen hatte. Also sind wir Heim gelaufen, haben uns einen Crepe gekauft, der sehr lecker war und sind noch ein bisschen durch unser Viertel gelaufen. Zum Glück ist mein Rucksack am Abend angekommen, einen zweiten Tag mit langen Klamotten hätte ich nicht ausgehalten!
